Arbeitstreffen HRO

Netzwerkarbeit überregional: Workshop in Rostock

Zu den 22 Standorten der Förderinitiative 2 im BMBF- Programm „Perspektive Berufsabschluss“ gehört in Mecklenburg – Vorpommern neben dem Schweriner Ausbildungszentrum auch das AFZ Rostock. Im Sinne des regionalen Netzwerkes MV sowie des bundesweiten Netzwerkes achten wir auch hier auf eine ganz intensive Zusammenarbeit, die sich u. a. durch regen Informationsaustausch auszeichnet. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit folgten wir am 25.03.2009 einer Einladung des AFZ Rostock zu einem Workshop  unter dem Motto „Schritt für Schritt zum Berufsabschluss – eine Chance für An- und Ungelernte“. Weitere Teilnehmer am Workshop waren Frau Schweigard von der wissenschaftlichen Begleitung (fbb), Herr Rüb von INBAS als Moderator sowie zahlreiche Vertreter/innen  von Einrichtungen und Vereinen der Jugendhilfe sowie ein Vertreter des Arbeitgeberverbandes. Frau Parlow als Netzwerkmanagerin der Rostocker Initiative eröffnete mit ihrem Impulsreferat, in welchem Sie nachhaltig Ziele, Vorgehensweise, Zielgruppen und bisher Erreichtes erläuterte, eine sich daran anschließende rege Diskussion der Fachleute. Schnell wurde allen Beteiligten klar, dass dieses bundesweit aufgelegte Programm des BMBF eine weitere Chance hin zum Berufsabschluss für Geringqualifizierte darstellt. Voraussetzung dafür ist aber ein funktionierendes Netzwerk, an dem alle Beteiligten dieser Veranstaltung mitwirken, um so bereits bestehende Netzwerke in der Region gewinnbringend für alle an Nachqualifizierung Interessierte zu verknüpfen.

Die Erfahrungen aus dem Schweriner Ausbildungszentrum zum Thema Netzwerkarbeit und hier ganz konkret die Darstellung der sehr konstruktiven Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit und ARGE Schwerin wurde von den Zuhörern mit großer Aufmerksamkeit aufgenommen. Die von uns geschilderten Einzelfälle der zurzeit stattfindenden modularen Nachqualifizierungsmaßnahmen im Schweriner Ausbildungszentrum wurden über den Veranstaltungsrahmen hinaus von verschiedenen Anwesenden mit großem Interesse hinterfragt. Die Ausführungen über das im Schweriner Ausbildungszentrum geplante Zusammenspiel des Projektes „modulare Nachqualifizierung“ mit dem JOBSTARTER- Connect- Projekt „Ausbildungsbausteine“ ließen die eingangs geschilderten Ziele praxisorientierter und für die anwesenden Fachleute greifbarer erscheinen.

Ergebnisse dieser Veranstaltung lassen sich wie folgt formulieren. Weiterhin besteht ein großer Informationsbedarf zum Projekt „modulare Nachqualifizierung“ bei  den Netzwerkpartnern. Die Sensibilisierung für das Thema Nachqualifizierung sollte ein ununterbrochener Prozess sein. Das  Image einer im Projekt bisher nur geplanten Beratungsstelle muss schon jetzt aufgebessert werden, die Fachleute aus der Praxis und der Kreis der Geringqualifizierten sind „beratungsstellenmüde“. Eine konstruktive Zusammenarbeit mit der AfA/ ARGE vor Ort mit konkreten Ansprechpartnern für das Projekt ganz nach dem Modell der Schweriner Initiative ist Grundvoraussetzung für die gesamte Projektarbeit. Die Verknüpfung der bestehenden regionalen Netzwerke zu einem Nachqualifizierungsnetzwerk ist eine herausragende Aufgabe im Rahmen des Projektes. Die Zusammenstellung aller Weiterbildungsangebote einschließlich der Angebote für die modulare Nachqualifizierung von Geringqualifizierten ist für die Erstberatung von Qualifizierungswilligen im Rahmen des Projektes zu installieren.

Drucken
Seite als PDF anzeigen
Anmelden