Am 14. April 2026 fand bei uns der Weiterbildungs-Talk unter dem Leitgedanken „Warum qualifizieren sich so wenige Arbeitnehmer:innen?“ statt. Vertreter:innen aus Wirtschaft, Institutionen und Verbänden kamen zusammen, um zentrale Herausforderungen, Chancen und neue Ansätze in der Weiterbildung offen zu diskutieren.

Bereits zu Beginn wurde deutlich: Weiterbildung ist zwar in aller Munde, wird jedoch in der Praxis noch zu selten genutzt. Trotz vorhandener Fördermöglichkeiten und finanzieller Mittel bestehen weiterhin Hürden, insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen. Fehlende Zeitressourcen, hoher Verwaltungsaufwand sowie mangelnde Transparenz über Angebote und Zugänge wurden als zentrale Herausforderungen identifiziert.

In den intensiven Dialogrunden wurde deutlich, dass der Beratungsbedarf sowohl bei Unternehmen als auch bei Beschäftigten hoch ist. Gleichzeitig fehlt es vielerorts an systematischer Personalentwicklung und klaren Weiterbildungsstrategien. Besonders kleine Betriebe stehen vor der Herausforderung, Weiterbildung in den Arbeitsalltag zu integrieren.

Ein weiterer wichtiger Aspekt war die Rolle der Zusammenarbeit: Der Austausch zeigte, dass Weiterbildung nur im Zusammenspiel aller Akteure – von Unternehmen über Förderinstitutionen bis hin zu Bildungsanbietern – nachhaltig funktionieren kann. Kooperationen, geteilte Strukturen und gebündelte Informationen wurden als zentrale Hebel für zukünftige Entwicklungen benannt.

Auch Trends wie hybride Lernformate, steigende Nachfrage nach Zertifikatskursen sowie Themen wie Künstliche Intelligenz verdeutlichen, dass sich die Anforderungen an Weiterbildung dynamisch verändern. Gleichzeitig wurde betont, dass neben Innovation auch eine stärkere Orientierung an den konkreten Bedarfen der Unternehmen notwendig ist.

Das Fazit des Nachmittags fällt positiv aus: Die Entwicklung im Bereich Weiterbildung zeigt in die richtige Richtung, auch wenn strukturelle Herausforderungen weiterhin bestehen. Der Weiterbildungs-Talk hat einmal mehr verdeutlicht, wie wichtig der offene Dialog und die enge Vernetzung aller Beteiligten sind, um zukunftsfähige Lösungen zu entwickeln.

Ein besonderer Dank gilt der Bundesagentur für Arbeit sowie der Gesellschaft für Struktur- und Arbeitsmarktentwicklung mbH (GSA) für die vertrauensvolle und enge Zusammenarbeit.

Förderhinweis:
Mit dem Programm InnoVET fördert das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) bundesweit Projekte mit dem Ziel, die Attraktivität, Qualität und Gleichwertigkeit der beruflichen Bildung zu steigern. Durchgeführt wird das Programm vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).

Förderhinweis:

Das Projekt „Innovationsnetzwerk Weiterbildung Westmecklenburg – InnoNet WWm“ wird im Rahmen des ESF Plus Programms 2021 bis 2027 des Landes Mecklenburg-Vorpommern aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus der Europäischen Union gefördert.